HVOF als Hartchrom-Ersatz
Untersuchungsergebnisse von HVOF WC-Co 88-12 und Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen-Pulver WC-Co-Cr 86-10-4 haben ergeben, dass beide Pulverwerkstoffe gegenüber galvanischem Hartverchromen fast verdoppelte Abrasionswiderstände aufweisen.
Desweiteren sind beide Schichten durch Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen aufgebracht, im Salznebelsprühtest mit einer Verdopplung bis Vervierfachung der Standzeit versehen. Dieses entsteht aufgrund der Mikrorisse im Hartchrom.
Durch eine Maß-Beschichtung und Diamantbandschleifen beim Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen von Hartchrom-Ersatz Werkstoff WC-Co-Cr 86-10-4 kann heutzutage im Kolbenstangen / Plunger Bereich gegen ein Hartverchromen konkurriert werden.
Plunger / Kolben aus Edelstahl werden bei Drücken bis zu 200 bar vielfach mit HVOF WC-Co 88-12 beschichtet.
Auch bei Kugelventilen haben sich aufgrund von besseren Verschleißbeständigkeiten WC-Co-Cr 86-10-4 Hartmetall-Schichten beschichtet durch Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen gegenüber Hartchrom durchgesetzt.
Diese Schichten werden meist durch ein Propan / Ethen / Kerosin-Sauerstoff-Gemisch erzeugt, welches durch unterschiedliche Flammspritzen-Temperaturen zu abweichenden Härten führt.
Versuche haben gezeigt, dass der Pulver-Werkstoff WC/CO 88/12 Härten bis zu 1250HV, WC/Ni 83/17 1100HV, WC/Co/Cr 86/10/4 1350HV und Cr³C2-20NiCr 1250HV zu galvanischem Hartchrom 1000HV aufweisen.
Der Verschleißabtrag vom Hartchrom zum Hartchromersatz durch HVOF / Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen ist fast doppelt so hoch. Auch dies ist gerade für die Instandsetzung ein sehr interessanter Wert, Baustahl St52-3 hat eine Härte von ca. 140HV mit einem fast 10fachen Verschleißabtrag zum HVOF aufgetragenen Hartmetall.
Die neuere HVAF-Beschichtungstechnologie gibt es erst seit der Jahrtausendwende (2000), das Verfahren ist aus dem viel älteren HVOF weiterentwickelt worden. Infos zum neuen Verfahren finden Sie dazu auf unserer Homepage unter Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen mit Druckluft (HVAF).